Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Ruths Blog für Mai, 2009.
| S | M | D | M | D | F | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| « Apr | Jun » | |||||
| 1 | 2 | |||||
| 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
| 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 |
| 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 |
| 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 |
| 31 | ||||||
- 2.1.2012: Lehrende Weis' über die richtige Weis' von Text
- 1.7.2011: Hatten Sie lauter Sehr Gut im Volksschulzeugnis?
- 31.1.2011: Was ist eine Privatuniversität?
- 23.1.2011: Buchbesprechung: Voggenhuber: „Reden gegen die Schwerkraft“
- 12.1.2011: Buchbesprechung: Voggenhuber "Reden gegen die Schwerkraft"
- 10.1.2011: Kein Kommentar...
- 24.11.2010: Fortsetzung des Blogs folgt...
- 17.9.2010: Wählen nach der Wahl? Bitte nicht!
- 12.8.2010: Deutsch lernen oder überhaupt was Lernen?
- 1.6.2010: Kranke Kassen
Andere Blogs und Links
Archive für Mai 2009
FPÖ-Stand
31.5.2009 von ruth.
Erev Schavuot. Noch schnell vor dem Feiertag zum Blumenstand bei der Straßenbahnhaltestelle am Eck gelaufen. Da stand noch wer am selben Eck. Oj, ein Infostand der FPÖ. Einen grimmigen Blick konnte ich wohl nicht verbergen. Aber noch schlimmer: Ich trug doch glatt ein Kopftuch! Etwas verwirrt haben die Herren beim Infostand dreingeschaut, als ich an ihnen mit hocherhobenen Blumenstöcklein in der Hand breit vorbeiging - und sie wagten es tatsächlich nicht, mir ihr “Infomaterial” anzubieten… Vielleicht hätte ich frecher sein sollen, und fragen, ob ich auch so einen Folder haben kann?
Geschrieben in Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Kreuz und EU-Wahl
22.5.2009 von ruth.
Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche hat sehr klare Worte zu Straches Kreuz-Auftritt gefunden. Das einzige, was ich nicht daran verstehe ist: Wieso hat das so lange gedauert? Wie kommt es, dass ein Kardinal eine gute Woche braucht, bis er dazu eine Wortmeldung hat? Dabei zweifle ich ja gar nicht an der Ehrlichkeit der Haltungen. Gerade deshalb versteh ich nicht, wie die Kirche(n) so lange still sein konnten! Einfach, weil man erst langsam draufkommen musste, dass überhaupt EU-Wahlen sind?
Womit wir beim zweiten Kreuz-Problem dieses Wahlkampfes wären. Bei welcher der wahlwerbenden Gruppen soll man/frau das Kreuzerl am Stimmzettel machen? Nachdem leider (dank einer nicht klugen Aktion der Frau noch-Europaparlamentarierin Resetarits) eine bereits gut vorbereitete Kandidatur des LIF im letzten Moment verhindert wurde, bietet sich eine Reihe von Parteien an, die für die Europa-Ebene eine unmöglicher als die andere sind!
Wo immer ich im Bekanntenkreis hinhöre, wissen Leute vor allem, wen sie NICHT wählen. Aber wen wählen? Die Grünen kommen so nicht in Frage. Dem Herrn Karas eine Vorzugstimme geben? Das böse Spiel der ÖVP würde man damit nur unterstützen, und Herr Karas zieht als Listenzweiter ja schließlich so und so ins EP ein. Eine ÖVP, die sich Europapartei nennen will, aber gleichzeitig eine finster-nationalistische Politik macht, wollen wir doch nicht auch noch belohnen! Obendrein ist die EVP (die Konservativen im Europaparlament, zu denen die ÖVP gehört) eine Gruppe, in der sich mehrere bedenkliche Parteien tummeln. Schließen wir die hardcore-Populisten vom Typ Strache oder HPM aus, und ist man auch kein marxistisch veranlagter “EU-Kritiker” von links-außen (der eine KPÖ am Stimmzettel hätte) so bleibt nur mehr - zähneknirschend, schluckend, mit Bauchweh ein Blick auf die SPÖ-Liste. Nein, Herrn Swoboda wähle ich nicht! Gewiss nicht! Aber immerhin hätte die SPÖ da jemandem auf dem “Kampfmandat”, der zu unrecht zu weit hinten gereiht wurde. Herbert Bösch - im Europaparlament als Vorsitzender des Haushaltskontrollausschusses eine wichtige Kapazität - darf auf dem SP-Plakat (ach, dieses “A-Team”… wieder so ein intelligenter Slogan) grad noch von hinten hervorlugen. Einen ihrer besten Leute hat die SPÖ-Parteiführung nach hinten auf den aussichtsschwachen 7. Platz gereiht. Vielleicht sollte man dem eine Vorzugstimme geben? Mal schauen.
Geschrieben in EUropa, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Die CERN-Petition
15.5.2009 von ruth.
auf sos.teilchen hat schon über 24.000 Unterschriften - innerhalb einiger Tage. Es regt sich ein beeindruckender Sturm der Entrüstung!
Geschrieben in Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »
Petition gegen den CERN-Ausstieg
12.5.2009 von ruth.
unterschreiben auf:
http://sos.teilchen.at/petition/
Es sind nach eineinhalb Tagen schon über 11.000 Unterschriften. Alle Achtung! Weiter so!
Geschrieben in Bildung, Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »
Wissenschaft aus in Österreich?
8.5.2009 von ruth.
Ich hätte vorgehabt, heute etwas über den EU-Wahlkampf zu schreiben. Besser gesagt über die Abwesenheit jeglicher substantieller politischer Botschaft unter sämtlichen WahlwerberInnen, die da antreten. Doch dann ging ich mal Zeitunglesen - und stellte fest, mein Entsetzen über die EU-Wahllisten kann noch übertroffen werden. Nämlich vom Entsetzen über österreichische Wissenschaftspolitik.
Die Bundesregierung - konkreter das Ministerium von Minister Hahn - hat beschlossen, kein Geld mehr für eine Mitgliedschaft bei CERN zu haben. Nein, ich versteh nichts von Physik, so richtig gar nix. Aber dass physikalische Grundlagenforschung wichtig ist, und Österreich froh sein muss, bei so einem Top-Projekt dabei sein zu können, das hab auch ich kapiert.
Wie kann man nur? Es heißt: kein Geld. Und anscheinend ist das tatsächlich der einfache echte Grund. Nicht etwa Überlegungen, ob Großprojekte dieser Art unzeitgemäß sein könnten (wie es ein Artikel in der heutigen Presse meines Erachtens völlig unüberzeugend suggeriert), auch nicht konkrete Gedanken, dass genau dieses Geld in konkret anstehende andere Forschungsprojekte fließen solle (die irgenwie vielversprechender wären?). Nein, einfach ein Budgetloch, und nicht einmal ein gar so großes. Das wahnwitzige Argument, es handle sich um 70% dessen, was für internationale Forschungskooperation vorgesehen sei, ist ja nur Ausdruck dessen, dass in diesem Land eben nebbich wenig für internationale Forschungszusammenarbeit ausgegeben wird! Es ist so schon schlimm genug, nun soll es noch schlimmer kommen.
Dabei ist nicht zu vergessen, dass das nur die Spitze eines Eisberges ist. Dieser Ausstieg aus einem Ort der Spitzenforschung ist nur das oberste Symptom eines kranken Bildungs- und Wissenschaftssystems. Ein krankes Schulsystem, eine unzureichende LeherInnenausbildung, kranke geradezu kaputte Universitäten, keine Konzepte für wissenschaftlichen Nachwuchs, fehlende Forschungsförderung in allen Bereichen. - Ja, das alles zu beheben kostet Geld. Alles zusammen sogar viel Geld - es ist aber nicht nur eine Frage des Geldes, sondern allzu oft auch der politischen Einstellung. Denn gewiss ist eines: Bei Bildung und Wissenschaft zu sparen, kommt längerfristig noch viel teurer!
Eine Finanzkrise lässt sich mit guter Politik unter Kontrolle bringen. Wenn sich zur Finanzkrise aber auch die Bildungskrise gesellen wird, dann wird es wirklich gefährlich!
Geschrieben in Bildung | Drucken | Keine Kommentare »